Männer gegen Gewalt an Frauen!

Männer gegen Femizide/ Frauenmorde!

Seit Jahren werden Frauen von Männern getötet. Weil sie Frauen sind.

In Österreich werden im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viele Frauen ermordet. Meist in einem Beziehungskontext, meist von ihren Partnern, oft in zeitlicher Nähe zu einer Trennung von ihrem Partner. Häusliche Gewalt ist oft der Vorbote, der mit einem Frauenmord endet.

Die Politik zeigt sich nach jedem Femizid immer sehr betroffen, setzt aber offensichtlich zu wenige Maßnahmen, um effektiv entgegen zu wirken. Den Schlagzeilen folgen kaum ausreichende Mittel und Ressourcen für angemessene Maßnahmen zur Gewaltprävention. Vor allem die Täterarbeit ist chronisch unterfinanziert, Psychotherapieplätze sind schwierig zu bekommen. Die Ausbildung zur/zum Psychotherapeut.in dauert lang und ist teuer, von Beschränkungen beim Studium und der schlechten Entlohnung der Psychotherapeut.innen ganz zu schweigen.

Das Jahr 2026 begann mit einer Serie grausamer Frauenmorde. Politiker.innen zeigen sich betroffen, manche Medien, vor allem Boulevardmedien, stellen jedoch die Täter in den Mittelpunkt, manche glorifizieren diese sogar, während den Opfern unterschwellig eine Mitschuld an der Tat unterstellt wird.

Diese Zustände sind untragbar und einer demokratischen Zivilisation nicht würdig.

In den sogenannten „Sozialen“ Medien äußern viele Männer ihren Unmut darüber, da sie in einem Atemzug mit den Tätern gleich gesetzt werden. In konkreten Situationen hilfreich einzuschreiten, scheint aber auch oft ein Problem darzustellen.

Die Aktion
Daher habe ich beschlossen, eine Kundgebung ins Leben zu rufen, die Männern die Möglichket bietet, ganz konkret und öffentlich ihre Solidarität mit Frauen im Allgemeinen und den Opfern im Besonderen kundzutun.

Am Samstag, den 7. März 2026, also einen Tag vor dem Weltfrauentag, wollen wir auf die Straße gehen, um gegen Gewalt an Frauen und insbesondere gegen Frauenmorde, aufzutreten. Die Kundgebung soll ganz bewusst überparteilich stattfinden, um etwaigen Verzerrungen in der öffentlichen Wahrnehmung und Berichterstattung entgegenzuwirken. Statt salbungsvoller Ansprachen von Politiker.innen sollen Fachleute zu Wort kommen, die aus ihrer Praxis berichten und konkrete Lösungsansätze anbieten können. Zu guter Letzt soll der Femizidopfer gedacht werden, indem deren Namen verlesen werden und eine Gedenkminute abhalten wird.




Über mich
Ich bin maze.

Ich bin als Künstler und Aktivist schöpferisch tätig.


Mein Name ist Manfred Zeisberger. Ich bin 55 Jahre alt. Meine frühe Kindheit war durch Vernachlässigung geprägt, weshalb ich im Alter von vier Jahren meiner Mutter abgenommen und fremd untergebracht wurde. Die fünf Jahre im Kinderheim, samt Ausflügen/ „Urlauben“ in einigen anderen Kinderheimen waren von Gewalt aller Art geprägt. Mir widerfuhren alle Formen psychischer und physischer Gewalt bis hin zum schweren sexuellen Missbrauch. Ich habe also eine profunde Ausbildung zum Gewalttäter und Kriminellen erfahren. Hätte ich nicht das Glück gehabt, liebevolle Großeltern und die eine oder andere liebevolle Begegnung gehabt zu haben, hätte ich wahrscheinlich keine Chance gehabt, dieser Prägung zu entkommen und ein ehrliches und beruflich auch sehr erfolgreiches Leben zu führen. Meine Karriere fand ein jähes Ende, als ich im Alter von dreissig Jahren einen Nervenzusammenbruch erlitt und in schwere Depressionen verfiel, die in einigen Suizidversuchen mündeten. Wie ich viel später lernte, leide ich unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, die mich für die Anforderungen der Wirtschaft unbrauchbar macht.

Dank professioneller Arbeit in einer Psychotherapie ist es mir gelungen, meine schädlichen Konditionierungen aufzulösen. Daher bin ich davon überzeugt, dass Therapie der Weg ist, wie man(n) toxische Verhaltensmuster los werden kann und eben nicht zum Täter werden muss.

Mit der Demo bzw Kundgebung möchte ich Ehrenmännern die Gelegenheit geben, gegen Gewalt in jeder Form gegen Frauen aufzutreten.

Die Forderungen
Als nachhaltige Lösung zur Gewaltprävention setze ich mich für die Entstigmatisierung von Psychotherapie ein. Es muss endlich ausreichende, leicht zugängliche Therapieplätze für alle geben, die schädliche Konditionierungen erkennen und hinter sich lassen wollen. Daher fordere ich die verantwortlichen Politiker.innen auf, endlich genügend Ausbildungsplätze für Psychotherapeut.innen zu schaffen, sämtliche Hindernisse in der langwierigen und teuren Ausbildung zu beseitigen und vor allem ehemals Betroffenen sowie Menschen aus wirtschaftlich schwachen Schichten den Zugang zu therapeutischen Ausbildungen zu ermöglichen. Ausbildungs- und Therapieplätze müssen endlich angemessen finanziert werden.

Schlussendlich wünsche ich mir von den Verantwortlichen in der Politik, dass die Männerberatungsstellen in allen Bundesländern ausreichend finanziert werden und die aktuelle österreichweite Rufnummer durch eine eingängige, leicht zu merkende Rufnummer ersetzt wird sowie eine Kampagne durchgeführt wird, um diese österreichweit bekannt zu machen. Vor allem in Krisensituationen ist die derzeitige Rufnummer eine Zumutung. Zudem soll Männern, die gefährdet sind, zu Tätern zu werden, der Zugang zu einem Antigewalttraining und einer passenden Therapie ermöglicht werden. Sich Hilfe zu holen ist ein Zeichen von Intelligenz und Stärke.

Vorbeugende Täterarbeit ist der beste Opferschutz!

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